Sachverständigenausbildung – Förderungen

  • Fördermittel der Länder zur Sachverständigenausbildung

    Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) führte am 1. Dezember 2008 das Förderinstrument “Bildungsprämie” ein. Die Bildungsprämie soll vor allem den berufstätigen Menschen zu gute kommen, die sich durch Weiterbildung ihre Chancen im Beruf verbessern möchten – und die, die aufgrund ihres Einkommens bislang die Kosten einer Weiterbildung nicht ohne weiteres tragen konnten. Die wesentlichen Komponenten der Bildungsprämie bestehen derzeit aus dem Prämiengutschein und dem Weiterbildungssparen.

  • Der Prämiengutschein für Sachverständigenausbildung

    Einen Prämiengutschein erhalten Weiterbildungsinteressierte, die erwerbstätig sind und unter der Einkommensgrenze von maximal 25.600.- € bei Alleinstehenden bzw. 51.200.- € bei gemeinsam Veranlagten liegen. Auch Mütter und Väter in der Elternzeit können einen Prämiengutschein bekommen. Das Prinzip ist einfach: Sie haben ein Seminar, einen Kurs oder einen Lehrgang gefunden, bei dem Sie sich berufliches Know-how aneignen können. Dann erhalten Sie nach der individuellen Voraussetzungsprüfung durch die geschulten Beraterinnen und Berater der Prämienberatung den Prämiengutschein. Damit übernimmt der Bund 50 % (max. 500.- €) der Weiterbildungskosten pro Jahr.

  • Das Weiterbildungssparen

    Mit dem “Weiterbildungssparen” wird im Vermögensbildungsgesetz (VermBG) welches seit dem 1. Januar 2009 in Kraft gesetzt wurde, eine vorzeitige unschädliche Entnahme aus dem angesparten Guthaben möglich, um den Eigenanteil einer individuellen beruflichen Weiterbildung zu finanzieren – auch wenn die Sperrfrist noch nicht abgelaufen ist. Die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren. Damit können an Weiterbildung Interessierte aufwändigere und oftmals langfristigere Weiterbildungen leichter finanzieren. Mit den Beraterinnen und Beratern überlegen Sie, welche Weiterbildung ihren Fähigkeiten und beruflichen Wünschen am ehesten entspricht und erhalten einen Spargutschein. Die Arbeitnehmersparzulage erhält, wer unter einem zu versteuerndes Jahreseinkommen von 25.600.- € (oder 51.200.- € bei gemeinsamer Veranlagung) liegt. Beide Komponenten können miteinander kombiniert werden, d. h., Erwerbtätige können, wenn sie alle Voraussetzungen erfüllen, einen Prämiengutschein erhalten und die verbleibenden Kosten über das Weiterbildungssparen finanzieren.

Sollten sie noch Fragen zu dem Thema Förderungen und Weiterbildung bei der Sachverständigenausbildung haben, so wenden sie sich bitte an ihren Fachberater.